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BADEN-BADENER

WINZERGENOSSENSCHAFT

Geschmackserlebnisse made in Baden-Baden

Sonnenuntergang, und der Berg glüht –das Tal liegt schon im Halbdunkel. Ein irrer Kontrast, ein wunderbarer Anblick "Das ist doch jeden Tag so, von morgens bis abends hat der Berg seine Sonne", wissen die Winzer in der nördlichen Ortenau. Für die nicht ortskundigen Besucher auf der Terrasse der Baden-Badener Winzergenossenschaft ist dieses Naturschauspiel in den Steillagen grandios anzusehen. Da geht das Herz auf!

Die Baden-Badener Winzergenossenschaft hat sich "ihren" Hausberg herangeholt. Die neue Empfangshalle ist auf drei Seiten verglast und gibt den Blick auf die Steillagen und Parzellen frei. Passend dazu drei Holzskulpturen, die aus uralten Kirschstämmen herausgeschält wurden und knorrigen Rebstöcken verblüffend ähnlich sehen. Sie stehen als ein Symbol für die Weine des Reblands: reduziert, klar strukturiert und blendend in Form.
"Mit unseren Weinen wollen wir die Pinot-grigio-Generation abholen."
Thomas Goth, Geschäftsführer Baden-Badener Winzergenossenschaft
Gleich nebenan befindet sich das historische Gewölbe mit seinem urigen Charakter. Von April bis Mitte Dezember finden hier jeden Freitag (außer feiertags) offene Weinproben statt. In Baden-Baden lebt der Wein auch vom Tourismus – und umgekehrt. "Wir wollen die Pinot-grigio-Generation abholen", verdeutlicht Geschäftsführer Thomas Goth den Baden-Badener Aufbruch. Er will Geschmackserlebnisse schaffen, zum Beispiel mit den traditionellen Sorten,
aber auch mit Sekt aus Rosé-, Riesling- und –für Kenner –Traminertrauben. Traditionell gehören zwei große Weine in die Landschaft der nördlichen Ortenau. Der eine ist der Riesling, die Lichtgestalt des deutschen Weißweins. Der andere ist der Spätburgunder, der geheimnisvoll funkelnde Rubin. Beide Weine sind mindestens so tief verwurzelt wie die Reben, die ihre Kräfte aus den Granitverwitterungsböden und dem Löss- und Lehmboden saugen. Der Riesling ist den Römern zu verdanken, der Spätburgunder den Zisterzienserinnen, die sie auf der Gemarkung "Affental" kultivierten. Auf beiden Weinen fußt der Erfolg der Winzergenossenschaft, die erst vor kurzem mit dem traditionsreichen Winzerhaus "Hans Stich den Buben" um einen Schatz reicher geworden ist. "Stich den Buben" ist auch bekannt für sein traditionelles Gebinde, den Bocksbeutel.

Trotz oder gerade wegen der Tradition: In Baden-Baden geht man mit der Zeit; die Stahltanks im Weinkeller sind computergesteuert, so dass der Wein in spe niemals zu hohen Temperaturen ausgesetzt wird. Alle Aromen bleiben erhalten. Auch wird mit der kontrollierten Gärung bei der Vinifizierung gearbeitet. So wird das Produkt fruchtiger, ohne süß zu sein. Um es dem Kunden leicht zu machen, sind die Weine mit Sternen gekennzeichnet. Ein Stern steht für den Qualitätswein, zwei Sterne sind für die Weine aus dem Holzfass vorgesehen. Auch der Riesling wird im Holzfass ausgebaut, verliert dabei etwas von seiner Spritzigkeit (die eh in Hülle und Fülle vorhanden ist) und bekomm  dafür etwas mehr Reife. Dunkle Röstaromen bereichern sein Bukett. Drei Sterne gehören auf das Etikett der Spät- und Auslesen und der Barrique-Weine, die natürlich von ausgesuchten Rebflächen stammen. Das sind die edelsten Gewächse. Um es mit den Worten von Thomas Goth zu sagen: Geschmackserlebnisse.